Jugend und Medien - unser Schwerpunktthema 2010

Der Schulrat hat sich als eines seiner Schwerpunktthemen eine möglichst hohe Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler zum Ziel gesetzt. Der Schulrat unterstützt die Bemühungen der Erziehungsberechtigten und der Schulen in der Begleitung der Schüler beim frühzeitigen Umgang mit elektronischen Medien, speziell mit dem Computer und dem Internet.

Der sinnvolle Umgang mit Computer und Internet stellt heute eine unverzichtbare Grundlage für den späteren Berufseinstieg dar. Der Nutzen ist auch für Private heute unbestritten. Der Computer als Arbeitsinstrument und das Internet als Informationsquelle sollen von  Schülern deswegen möglichst früh genutzt werden können. Der Schulrat ist sich der Gefahren eines freien Internetzugangs für Schülerinnen und Schüler bewusst. Er kennt auch das Suchtpotential der elektronischen Medien, insbesondere bei der Benutzung ungeeigneter Spiele. Der Schulrat unterstützt daher die zeitliche und inhaltliche Einschränkung der Nutzung von elektronischen Medien als auch des Internetzugangs für Schülerinnen und Schüler bestimmter Altersklassen.

Anhand einer Befragung der Erziehungsberechtigten in der Primarschule im Herbst 2009 (Resultate Elternbefragung) ist dabei festgestellt worden, dass bereits Primarschüler den Computer und das Internet rege nutzen.  Bei der Umsetzung dieses Schwerpunktthemas verfolgt der Schulrat eine altersbezogene Strategie. Für die Primarstufe ist das Ziel „der geschützte Einstieg in die Computerwelt“ und für die Sekundarstufe „Förderung der Medienkompetenz“.

Auf der Stufe Primarschule wird den Erziehungsberechtigten ein geschützter und begleiteter Einstieg in die Computerwelt für die Kinder empfohlen. Für die häusliche Computernutzung  sollten möglichst viele gemeinsame Sitzungen Eltern/Kinder vorgesehen werden. Sobald die alleinige Nutzung durch die Kinder möglich ist, sollte dies durch ein Kinderschutzprogramm eingeschränkt sein. Der erwartete Nutzen bei der Installation von Kinderschutzprogrammen liegt nicht nur in der Ausschaltung von problematischen Seiten auf dem Internet, sondern vielmehr in der anhaltenden häuslichen Auseinandersetzung von Erziehungsberechtigten mit ihren Kindern bei der Einführung, Installation und Durchsetzung dieser Kinderschutzprogramme. Die meisten Kinderschutzprogramme ermöglichen eine separate zeitliche Einschränkung der Computer- und Internetnutzung (z. Bsp. eine Stunde pro Tag Computernutzung und davon eine halbe Stunde pro Tag Internetnutzung). Gerade diese zeitlichen Einschränkungen sind sehr hilfreich, denn sie ergeben klare Regeln für die Kinder und bringen meist eine gewisse Ruhe in dieses Thema. Der Schulrat legt grossen Wert auf die Feststellung, dass Kinderschutzprogramme die intensive Auseinandersetzung der Erziehungsberechtigten und der Schulen mit den Kindern nicht ersetzen können. Kinderschutzprogramme sind eine flankierende Massnahme. Für Interessierte existiert eine reichhaltige Literatur u.a. auch eine Informationsbroschüre für Eltern und Erziehungsberechtigte, zusammengestellt vom Schulrat Arlesheim

Der Schulrat wird den interessierten Erziehungsberechtigten in diesem Jahr Informationsveranstaltungen anbieten. Bei genügendem Interesse sind zudem ‚workshops‘ für die Installation von Kinderschutzprogrammen zusammen mit den IT-Verantwortlichen der Schule vorgesehen. Die weitere Bearbeitung des Themas geschieht in Zusammenarbeit mit der Elternplattform und weiteren.

Auf der Stufe Sekundarschule wird die Medienkompetenz durch Programme der Schule gefördert. Die Informationsveranstaltungen für die Erziehungsberechtigten der Primarschule können auch durch diejenigen der Sekundarschule genutzt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt sind gezielte Massnahmen des Schulrats mit der Schule auch für die Sekundarstufe vorgesehen.

Die Basler Zeitung berichtete am 23.1.2010 über dieses Engagement des Arlesheimer Schulrates.

Zuletzt bearbeitet am 25.1.2010.